Start Autismus Glossar A-Z Zöliakie & Autismus
Zöliakie & Autismus PDF Drucken E-Mail

Zöliakie ist eine Erkrankung der Dünndarmschleimhaut und ist häufig als Glutenunverträglichkeit bekannt. Analog werden häufig auch die Begriffe „glutensensitive Enteropathie, intestinaler Infantilismus oder Heubner-Herter-Krankheit verwendet.

 

Zöliakie wird häufig auch als Ursache von Autismus genannt. Ob diese Glutenunverträglichkeit jedoch die Ursache oder die Folge von Autismus sind, ist nicht eindeutig geklärt. Um Zöliakie zu verstehen, sollte das Augenmerk vorab auf die „Gluten“ gelenkt werden.

 

Unter Gluten sind bestimmte Bestandteile in Bäckerreiprodukten. Allgemein verständlich sind Gluten nichts anderes als bestimmte Klebereiweiße, also bestimmte Proteine in Weizen, Roggen, Gerste und auch Hafer.

 

Nach diesen Informationen kann näher auf die Zöliakie eingegangen werden. Bei autistischen Kindern, so gehen Forscher davon aus, fehlt ein bestimmtes Enzym welches für die ordnungsgemäße Aufspaltung der Gluten verantwortlich ist. Fehl also diese Enzym kann das Stoffwechselsystem die Gluten nicht richtig umwandeln, abbauen und weiterverwerten. Bei Zöliakie gelangen also diese Gluten durch die fehlende Aufspaltung in die Blutbahn des autistischen Kindes und können von dort ungehindert über die Dünndarmschleimhaut in den Darm gelangen.

 

Durch das ungehinderte Eindringen in den Darmtrakt können nun weitere Stoffwechselstörungen hervorgerufen werden.  Bei Zöliakie können diese Stoffwechselstörungen zu neurologischen Wahrnehmungsstörungen führen. Störungen im Gehirn des autistischen Kindes wären daher auch auf die Zöliakie zurückzuführen.

 

Doch um im Bezug auf Zöliakie Gewissheit zu erlangen, können autistische Kinder inzwischen mit der Peptidananalyse untersucht werden um die Aufspaltung der Gluten zu untersuchen.