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Autismus Diagnose - Diagnosemöglichkeiten von Autismus PDF Drucken E-Mail

Wenn Sie sich mit dem Thema Autismus beschäftigt haben, werden Sie feststellen, dass die Zahl der von Autismus betroffenen Kindern von Jahr zu Jahr stark steigt. Allein diese Entwicklung verunsichert häufig viele Eltern und veranlasst diese, schon die kleinsten Veränderungen im Verhalten Ihrer Kinder als ein Anzeichen von Autismus zu werten und auf eine lebenslange Beeinträchtigung des Kindes zu schließen. Doch diese teils voreilige Panikmache ist völlig übertrieben. Doch was sollten Sie stets im Hinterkopf behalten? – Von Jahr zu Jahr wird die Krankheit Autismus bekannter und immer mehr Pädagogen, Ärzte und Psychiater beschäftigen sich mit dem Thema. Es wird eine Vielzahl an Therapien entwickelt und Sie erhalten von Jahr zu Jahr mehr Literatur zu diesem Thema. Daraus lässt sich doch offenbar schließen, dass die Menschen Tag für Tag mehr für das Thema Autismus sensibilisiert werden. Somit ist auch klar, dass die Anzahl an erkannten Erkrankungen ansteigt. Doch ist dieser Anstieg ein schlechtes Zeichen? Man sollte eher schlussfolgern, dass die Dunkelziffer an Erkrankungen in den letzen Jahren deutlich höher war und die Erkrankung häufig nicht als Autismus erkannt wurde. Daher ist es ein durchaus positives Zeichen wenn die Zahl der an Autismus Erkrankten steigt – denn für dieses Kinder ist sicherlich Hilfe (in welcher Form auch immer) in greifbarer Nähe!

 

Also: Durch eine frühzeitige Erkennung von Autismus kann Ihrem Kind schneller geholfen werden!

 

Sorgfältige Beobachtungen durch die Eltern können dazu führen, dass Autismus früher erkannt wird. Dadurch kann eine frühzeitige Behandlung erfolgen und eventueller Schaden von Ihrem Kind abgewendet werden.

 

Warum ist es so wichtig dass Sie die Symptome frühzeitig erkennen? Die Antwort liegt auf der Hand: Wenn Sie in der Lage sind die wichtigsten und eindeutigen Symptome von Autismus bei Ihrem Kind rechtzeitig zu erkennen, können Sie den Kinderarzt bei turnusmäßigen Untersuchungen auf die beobachteten Auffälligkeiten hinweisen. Denn: Ein Kinderarzt sieht das Kind vielleicht zweimal im Jahr, und dann nur für wenige Minuten. Innerhalb dieser Untersuchungen ist schon fast unmöglich sehr früh auf etwaige autistische Entwicklungen zu schließen. Eltern verbringen den ganzen Tag mit dem Kind und haben Zeit es zu beobachten und mit verschiedenen Tätigkeiten zu beschäftigen. Und hinzukommt dann auch, dass die meisten normalen Kinderärzte keine Spezialisten im Umgang mit Autismus und dessen Früherkennung sind.

 

Sprechen Sie also Ihren Kinderarzt offen auf Ihre Beobachtungen an. Wenn Ihnen der Arzt glaubhaft versichert, dass Sie sich keine Sorgen machen müssen, haben Sie sich später keine Vorwürfe zu machen. Sollte der Arzt Ihre Beobachtungen aber teilen, so kann er direkt den nächsten Schritt einleiten und weitere fachliche Hilfe hinzuziehen oder Hilfe empfehlen. Sollte Sie Ihr Kinderarzt ständig mit der Aussage: „Wir warten mal ab – kommen Sie einfach in einem halben Jahr wieder“ vertrösten, sollten Sie nach eigenem Ermessen einen spezialisierten Kinderarzt, Psychologen etc. aufsuchen.

 

Hinweis: Damit der von Ihnen aufgesuchte Arzt auch wirklich alle Informationen von Ihnen erhält, ist es sehr wichtig dass Sie Ihrem Arzt auch Auffälligkeiten in der Familiengeschichte mitteilen. Sie sollten sich daher vorab die Frage stellen: Gibt es Familienmitglieder mit Lernschwierigkeiten, ADHS, Angst- oder Zwangsstörungen?

 

Um selbst die Anzeichen für eine mögliche Erkrankung Ihres Kindes zu erkennen, sollten Sie Ihr Kind genau beobachten. Die ersten Indikatoren für Autismus sind oftmals sehr deutlich: mangelnder Blickkontakt, fehlende soziale Integrität in das Familiengeschehen, unnormale Bewegungsabläufe und monotone Wiederholung bestimmter Abläufe könnten ein vorzeitiges Anzeichen auf die Erkrankung sein.